Stephan Moscato

Stéphane Moscato

1976 geboren in Marseille, Frankreich
lebt und arbeitet in Marseille, Frankreich

Ausstellungen

Werke

Les mains d'or

Moscato 2

Datierung

2022, in situ

Abmessungen

450 x 425 cm

Material

Acryl, Spürfarbe, Holz

Beschreibung

Stéphane Moscato arbeitet meist im Wechselspiel zwischen Pochoir, also Schablonen-Graffiti, und Décollage, dem Auffinden, Abreißen und Neukombinieren von Plakatassemblagen. Seine Themen sind das Anthropozän, die moderne Gesellschaft, die Zivilisation mit ihrer ambivalenten Beziehung zum Animalischen. Die dargestellten Protagonist:innen haben oft Tierköpfe, deren Bedeutung zwischen Maskierung und Demaskierung oszilliert.
„Les mains d’or“ in der Möllerhalle der Völklinger Hütte ist eine Malerei auf provisorischer Wand – ein Tafelbild. Die allegorische Figur – ein Fuchs – formt das glühende Roheisen zu einer magisch leuchtenden Kugel. Symbolisch steht die Figur für die Völklinger Hüttenarbeiter als auch für das menschheitsgeschichtlich wirksame Prinzip der Metallurgie. Ohne dass es direkt mit den Händen berührt wird, schwebt das Material im energetischen Zentrum. Moscato zeigt sich „fasziniert von den unglaublichen Kräften“, die wie beim Mythos des griechischen Gottes des Feuers und der Schmiedekunst Hephaistos eingesetzt werden, „um Materie zu schaffen“.